DHL mit “Po nalogu očeva” - und ein kleiner Seitenhieb auf Herrn Borić, der gegen “Der kalte Traum” ausfällig wurde
Das trifft sich doch gut! Kaum schreibe ich was über Kroatien, kommt das Belegexemplar von “Po nalogu očeva”, der kroatischen Ausgabe von “Im Auftrag der Väter”, die kürzlich im Fraktura-Verlag erschienen ist. Cooles Cover, wenn ihr mich fragt. Und die Sprache ist ohnehin toll.


“Im Auftrag der Väter” hat sogar das Wohlwollen von Gojko Borić, dem Deutsch lesenden Rezensenten der Wochenzeitung “Hrvatski list” aus Zadar gefunden (“Action-Thriller”, “durchaus plausibel”, übersetzt Google).
“Der kalte Traum” dagegen hat Borić regelrecht empört. Dass einer aus dem Land der Nationalsozialisten es wagt, mit der Moral zu kommen und die kroatische Kriegführung 1995 zu kritisieren … Die lange (kroatische) Rezension, in der Željko Peratović, 2003 von “Reporter ohne Grenzen Österreich” mit dem “Press Freedom Award” ausgezeichnet, als “faul” und der im Januar verstorbene ehemalige ARD- und ZEIT-Korrespondent Ulrich Schiller (“Deutschland und seine Kroaten”) als “Wahrheitsfälscher” verunglimpft werden, findet sich auf der Website des Schweizer Kroatischen Kulturvereins. Gojko Borić hat mittlerweile in dem vom für seine Neutralität weltbekannten “Kroatischen Weltkongress in Deutschland” auf Deutsch herausgegebenen Buch “Kroatischer Unabhängigkeitskampf: berechtigt und gerecht” bestimmt sämtliche Fälschungen korrigiert und jegliche Flecken vom unschuldigen Leib Kroatiens gewischt. Es ist wie so oft auf dem Balkan: Wo die Wahrheit auch wohnt, sie spricht Kroatisch.


